Faszination Fußball-Bundesliga

Fussball 1. Bundesliga, Saison 2011/2012:  Arjen Robben , Franck Ribery (v. li., FC Bayern Muenchen) Bild vergrößern Sie gehören zu den Superstars der Bundesliga: Arjen Robben und Franck Ribéry vom FC Bayern. (© picture alliance / dpa) Attraktiver Fußball. Schnelles Spiel. Abwechslungsreichtum. Volle Stadien. Bunte Fankultur. Das ist die Faszination Bundesliga. Noch vor einigen Jahren galt sie als zu statisch, vergleichbar rückständig und gegenüber den besten Ligen Europas chancenlos. Mittlerweile gehört sie zu den stärksten Ligen der Welt.

Es hat sich viel getan in der Eliteliga Fußballdeutschlands. War sie früher im Ausland als graue Maus des europäischen Vereinsfußballs verschrien, verdient sie sich heute mehr und mehr das Image einer Liga, in der attraktiver und taktisch hochklassiger Ballsport zu bestaunen ist. Etablierte Weltklassespieler wie Arjen Robben und Franck Ribéry spielen hier. Vielversprechende Nachwuchshoffnungen wie Mario Götze, Thomas Müller oder André Schürrle machen weltweit auf sich aufmerksam. Jung, offensiv, erfolgreich. Mit einem Altersdurchschnitt von knapp unter 25 Jahren ist die Bundesliga eine der jüngsten obersten Spielklassen in ganz Europa. Dass dies keinen Mangel an Erfahrung bedeuten muss, zeigte in der vergangenen Saison allen voran der amtierende Meister Borussia Dortmund, der mit einem sehr jungen Team und begeisterndem Offensivfußball von Sieg zu Sieg eilte.

Was die höchste deutsche Spielklasse so besonders macht, ist, dass sie nicht nur finanziell, sondern auch leistungstechnisch homogener ist als viele andere Ligen Europas. Die größer werdende Konkurrenzdichte innerhalb der Liga verspricht immer einen spannenden Saisonverlauf, der in der jüngeren Vergangenheit schon einige Überraschungen bereit zu halten wusste. Auch wenn der FC Bayern weiterhin als Branchenprimus gilt, gab es in den vergangenen fünf Spielzeiten vier verschiedene Borussia M�nchengladbach - VfL Wolfsburg Bild vergrößern Das Medieninteresse an der Bundesliga wächst. In der Saison 2011/12 werden die Spiele in 130 Länder übertragen. (© picture-alliance / dpa) Teams, die sich die begehrte „Salatschüssel“, wie die Meistertrophäe in Form einer Schale im Volksmund genannt wird, sichern konnten. Im letzten Jahr erreichten vermeintliche Underdogs wie Hannover 96 und der FSV Mainz 05 zwei der internationalen Startplätze. Dem Erfolg der Liga tut diese Abwechslung im europäischen Vergleich keinen Abbruch. Im Gegenteil: Galt die Bundesliga noch vor einigen Jahren als abgeschlagen, konnte man in den letzten Jahren zu den vermutlich stärksten Ligen in England und Spanien aufschließen. Das zeigt nicht nur das wachsende Medieninteresse im Ausland, sondern auch die 5-Jahreswertung der UEFA, die die Vergabe der Plätze in den internationalen Wettbewerben regelt und in der Deutschland unlängst Italien von Platz 3 verdrängen konnte.

Faszination Bundesliga. Das sind darüber hinaus und nicht zuletzt auch die Spielstätten, zu denen Fans und Besucher Woche um Woche, Spieltag um Spieltag pilgern. Die Stadien der höchsten deutschen Spielklasse gehören zu den größten und modernsten der Welt. Viele von ihnen wurden – teilweise anlässlich der FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2006 – neu erbaut oder einer Rundumrenovierung unterzogen. Ganz anders als in manch anderer europäischer Top-Liga sind die Fußballarenen dabei hierzulande immer beachtlich gut besucht und nur selten nicht ausverkauft. Mit einer Auslastung von etwa 94% und durchschnittlich rund 46.000 Zuschauern pro Spiel ist Deutschland Spitze in der Welt und verweist in der Statistik die Ligen Englands, Spaniens und Italiens mit deutlichen Abstand auf die Plätze. In diesem Kontext bemerkenswert bleibt das moderate Preisniveau der Eintrittskarten. Die Preise für Tickets liegen weit niedriger als an den Stadionkassen der englischen Premier League oder der Serie A in Italien.

1.BL BVB - HSV Südkurve Bild vergrößern Farbenprächtige Fankultur: "Die gelbe Wand" auf der Südtribüne des Dortmunder Signal Iduna Parks ist Ausdruck einer beeidruckenden Kulisse. (© picture alliance / dpa) Auch wenn der voranschreitende kommerzielle Wandel in Europas Stadien auch vor Deutschland nicht vollends halt macht, hat sich der deutsche Fußball dabei doch immer noch seine Identität bewahren können. Der Prozess ist bekannt. Je mehr Komfort die modernen Fußballtempel bieten und je mehr Zuschauer sie anlocken, desto gefährdeter sehen Fans die Identität ihres Vereins und seiner Fankultur. Als abschreckendes Beispiel gilt oft England. Befinden sich dort bereits viele Vereine zunehmend in den Händen ausländischer Investoren und ist vielerorts eine einst legendäre Fankultur durch horrende Eintrittspreise aus dem Stadion gedrängt worden, ist die Atmosphäre deutscher Spielplätze jedoch noch immer einzigartig. Trotz der unschwer wahrnehmbar zunehmenden Massenkompatibilität des Fußballs bleibt die Stadionatmosphäre der Bundesligisten in puncto Stimmung, Choreografien und Fan-Gesängen Ausdruck einer lebendigen Fankultur. Spiele bei Borussia Dortmund, Schalke 04 und beim 1.FC Köln sind anschauliche Beispiele dafür.

© Auswärtiges Amt // Benedikt Coekoll

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