Der Botschafter - Grußwort

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wahrscheinlich hat Sie das Interesse an Mali auf unsere Seite geführt. Das freut mich sehr. Mali ist ein wunderbares Land. Insbesondere seine Menschen und seine vielfältige Kultur sind sehr beeindruckend und rechtfertigen Ihr Interesse. Die deutsch-malischen Beziehungen sind seit der Unabhängigkeit Malis intensiv und sehr freundschaftlich geprägt. Dass die Bundesrepublik Deutschland die Unabhängigkeit Malis als erstes Land der Welt anerkannt hat, wird hier in Mali nie vergessen werden. Deutsche sind in Mali sehr willkommen.

Unsere entwicklungspolitische Zusammenarbeit ist sehr breit aufgestellt. Sie konzentriert sich auf die Schwerpunkte Landwirtschaft, insbesondere Kleinbewässerung, Wasserversorgung und Staatsreform/Dezentralisierung. Letzteres ist verbunden mit dem Friedensvertrag von Algier, der eine politische Lösung für die kriegerischen Auseinandersetzungen im Norden bringen soll. Er wurde im Mai 2014 nach langen Verhandlungen unterzeichnet.

Deutschland hat in den vergangenen Jahren seine sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Mali deutlich ausgebaut, insbesondere im Rahmen der EU-Trainingsmission EUTM, aber auch mit der Mission der Vereinten Nationen MINUSMA. Auch die deutschen Soldaten sind in Mali sehr willkommen. Mit unserem Engagement helfen wir, dass sich ein demokratisches, aber leider armes Land gegen den Terrorismus wappnen kann. Deutschland unterstützt aber auch Projekte der Versöhnung und der Förderung, beispielsweise von Journalisten. Unsere Zusammenarbeit steht also auf einer sehr breiten Basis.

Deutsche sind in Mali willkommen und Mali ist es wert, besucht zu werden. Gleichwohl muss ich Sie auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes hinweisen. Nehmen Sie diese ernst. Sollten Sie dennoch nach Mali reisen, melden Sie sich bitte bei der Deutschen Botschaft über den Link an:   http://service.diplo.de/registrierungav .

Auch wenn Sie nicht nach Mali reisen können, so steht Ihnen die malische Kultur dennoch offen, beispielsweise durch Ihre fantastische Musik. Ich selbst bin großer Fan von Habib Koité: Grandiose Lieder, die Tradition und Moderne verbinden - oder auch Toumani Diabaté, dem Meister der Kora, für mich so gut wie Keith Jarret. Eines meiner Lieblingsbücher ist „Der Jäger des Wortes“ von Amadou Hampaté Bâ, dessen Übersetzung ins Deutsche übrigens vom Auswärtigen Amt gefördert wurde. Ein wunderbarer Einblick in das multiethnische Zusammenleben in Mali. Haben Sie Lese- oder Musiktipps für mich? Lassen Sie es mich wissen.

Ihr

Dietrich Becker